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OH LA LA!

Das Fehlen von Rot

Der klitzekleine Blutstropfen schlüpft aus dem angepiekten Finger verschämt in den Messstreifen, um sich gemeinsam mit ihm kopfüber im Gerät zu verstecken. Der Nüchternblutzucker meines Patienten ist in Ordnung: so gebe ich das heiß ersehnte Frühstück frei und drücke einen Tupfer auf den Stich. Da die kalte Hand sowieso kein weiteres Blut abgeben möchte, wickle ich den Streifen samt Tupfer in meinen gebrauchten Handschuh und werfe das weiß-graue Geknödel in den Mülleimer. Heute wird Hefezopf serviert, bestrichen mit Butter und hell-trübem Blütenhonig, dazu Milchkaffee. Beige fügen sich Speisen, Sekrete und Sichtweisen nahtlos in das Ambiente des Hauses ein, begleitet von gedeckten Grüntönen und ein wenig nebligem Blaugrau. Scharfe Kontraste sind hier nicht willkommen. Ohne externe Bremsschilder wandert das Auge ziellos, Fokus – da potentiell beunruhigend – ist hier unerwünscht. Küsst die Dame des Hauses der Übermut, gönnt sie sich ein Tüpferl Gelb. Die Nelken stehen dann so, dass mein

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